Bewusstseinsbrief

Wohin führt die Reise unseres Lebens?

1. August 2023

Am Ende unserer Reise werden wir dort ankommen, wo wir immer schon waren.

Du liebe Seele,

halte kurz inne und werde dir deiner Lebensreise gewahr…

Wonach suchst du?

Welche Veränderung strebst du an?

Kann es nicht vielleicht sein, dass uns alle Veränderungen letztlich wieder zu dem einen Ort zurückführen, an dem sich nie etwas verändert hat?

Das Ziel jeder Reise in Raum und Zeit ist es, den Ort in uns wiederzufinden, von dem wir unsere Reise einst angetreten sind, denn letztlich verläuft jede Reise zirkulär.

Das Wasser, was die Quelle verlässt, findet auf seiner Reise durch all die Flüsse und Ozeane immer wieder zur Quelle zurück. Und weil es im Grunde genommen stets dasselbe Wasser war, unabhängig in welche Formen es geflossen ist, war es ununterbrochen mit seiner Quelle verbunden.

Manchmal sind wir im Leben von Rastlosigkeit getrieben, wenn wir nicht erkennen, dass wir eins mit unserer Quelle sind. Und immer dann versuchen wir uns zu verändern und zu verändern und bekommen währenddessen überhaupt nicht mit, dass sich an dem, was wir wirklich sind, nie etwas verändert hat.

Die Suche nach ständiger Veränderung ist Teil einer illusionären Reise, innerhalb dessen wir zu glauben beginnen, dass das Wasser, was der Quelle entspringt, ein anderes sei, als das Wasser, was durch all die Flüsse und Ozeane dieser Erde schwimmt.

Erst wenn wir innehalten und uns unserem unvergänglichen innersten Wesenskern wieder gewahrt werden, erkennen wir, dass wir die Quelle allen Lebens nie verlassen haben, und gleichzeitig erschließt sich uns der tiefere Sinn unserer gesamten Lebensreise.

Folgende kleine Geschichte vom Steinmetz beschreibt unsere Lebensreise in Raum und Zeit und die ständige Suche nach Veränderung auf vortreffliche Weise:

Der Steinmetz

Ein Steinmetz saß am Fuße eines mächtigen Berges und bearbeitete in der Hitze der Mittagssonne einen Felsen. Es war sehr anstrengend und er schaute nach oben und sprach: „Lieber Gott, was bin ich für ein armer Mann, könnte ich doch die Sonne sein, die auf alles scheint, dann ginge es mir immer gut.“ Er hatte diesen Wunsch gerade ausgesprochen, da wurde er die Sonne. Nun stand er hoch oben am Himmel und schien auf alles herab und freute sich. Plötzlich kamen Wolken auf und versperrten ihm die Sicht auf die Erde. „Lieber Gott,“ sagte er “ was nutzt es mir die Sonne zu sein, wenn die Wolken mächtiger sind – könnte ich doch die Wolken sein!“ Es dauerte nicht lange und er war die Wolken und zog gemächlich über die Erde. Ein Sturm kam auf und trieb die Wolken auseinander. „Lieber Gott, wenn der Sturm mächtiger ist, so möchte ich lieber der Wind sein, der über die Erde weht.“ Er wurde der Wind und wehte über die Erde, freute sich an seiner Kraft. Plötzlich wurde er von einem hohen Berg aufgehalten, der Wind brach sich an dem
mächtigen Berg. „Lieber Gott, so stark möchte ich sein, dass ich sogar den Wind aufhalten kann und so mächtig.“ Er wurde zu dem hohen Berg und stand majestätisch da. Auf einmal merkte er, wie unten an seinem Fuße jemand saß und hämmerte…

(Autor unbekannt)

In inniger Verbundenheit,

Robin

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