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Die Quelle als Tor zur Anderswelt

💧 Wasser & Bewusstsein
Tag 19

Die Quelle als Tor zur Anderswelt

Für die Kelten waren Wasserquellen ein Tor zur Anderswelt und ein Durchgang in eine andere Dimension.
In diesem Artikel erfährst du mehr über Wasserquellen und ihre energetischen Hüterwesen aus Sicht der keltisch-germanischen Tradition.
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Die Quelle als Tor zur Anderswelt

Für die Kelten waren Wasserquellen Tore zur Anderswelt, und das Wasser, das ihnen entsprang, kam direkt aus der jenseitigen Dimension in diese Welt geflossen. Jede Quelle hatte ihre Hüterwesenheit, ihren Torwächter, und erst wenn man den Hüter der Quelle fragte, ob man durch das Tor eintreten durfte, und man vom Wasserwesen die Erlaubnis bekam, wurde aus der Quelle getrunken.

Wenn unsere keltischen Vorfahren das Quellwasser in dieser Weise, aus der geistigen Verbindung zum Hüter der Quelle, tranken, dann hatte das Wasser nicht nur eine erfrischende, belebende, sondern auch transformierende und bewusstseinserweiternde Wirkung. Das Trinken aus einer Quelle war zugleich das bewusste Eintreten in das Portal, das die Quelle offenhielt, so dass derjenige, der von dem Wasser trank, Zugang zur Anderswelt und zur tieferliegenden Erdensphäre bekam. Das Wasser wurde als etwas betrachtet, das nicht von unserer Welt stammt, sondern direkt aus dem heiligen Schoß der Erdgöttin entsprang.

Die Quelle als Tor zur Anderswelt

Die Unterwelt, das Reich des ewigen Lebens

Bei den Kelten war die Unterwelt und alles, das unter der Erdoberfläche liegt, nicht schlecht oder böse, sondern es war der Bereich der Erde, der Mutterschoß, in den sie eingingen, wenn sie sich über die Quelle mit der Erdensphäre verbanden. Die späteren Religionen prägten das Bild, dass alles, was von unten kommt, schlecht sei, und damit schnitt man den Menschen von den tiefen, heiligen Quellräumen der Erde ab.

Du kannst dich durch eine Wasserquelle tiefer mit der Erde und dem Geflecht der unterirdischen Wasseradern in Verbindung setzen und diese tiefe Verbindung zur Erdensphäre kann zugleich einen höheren Energie- und Bewusstseinszustand in dir erwecken.

Die Unterwelt war vor der Christianisierung ein Land des ewigen Lebens, und das Wasser, das aus diesem Land auf die Erde floss, war Quelle von Kraft, Vitalität und ewiger Jugend. Die Unterwelt war der Ort, wo das Leben sich nach dem Tod in Freude, Überfluss und frei von Krankheit und Gebrechen fortsetzte. Alles Gute wurde als aus der Unterwelt stammend gesehen, und die Wasserquellen waren die entsprechenden Tore, um sich mit diesen Räumen der Unterwelt und dem ewigen Leben zu verbinden.

Die Quelle als Tor zur Anderswelt

Die Götter und Geister des Wassers

Die Gottheiten, die die heiligen Quellen behüteten, waren meist Göttinnen, die auch für die Fruchtbarkeit, die Lebenskraft und die Gesundheit standen. Bei den Kelten waren es beispielsweise die Göttinnen Sirona, Coventina, Sequana, Verbeia oder Sabrina, die die heilende Kraft des Wassers hüteten. Im Germanischen war es die Erdenmutter Nerthus oder die Göttin Nehalennia, die das Wasser aus der Anderswelt in diese Dimension führte.

Neben den Wassergöttern gab es in diesen Kulturkreisen sämtliche Wassergeister wie die Nixen, die Undinen, die Melusine, den Nøkk und viele andere Wesen, die in vielfältiger Form rund um Wasserquellen, Flüssen, Seen oder Meeren gesichtet und beschrieben wurden. Nixen sind weibliche Wassergeister, die vor allem in Flüssen und in größeren Gewässern leben, und sie wurden häufig als wunderschöne, verführerische Frauen beschrieben, die den Menschen helfen konnten, den rechten Weg zu finden, aber sie auch von ihrem Wege abbringen und in die Tiefe des Wassers entführen konnten. Die Wassergeister wurden stets mit gebührendem Respekt und Ehrfurcht behandelt, weil man spürte, wie wichtig es war, sich mit ihnen gut zu stellen, da sie ansonsten auch große Schwierigkeiten im Leben verursachen konnten.

Viele Wassergeister sind sehr scheu und zurückhaltend, und weder sind sie gut noch schlecht, doch sie alle besitzen eine große Kraft, die den Menschen entweder befähigen und transformieren, oder ihn in seine tiefen Schattenaspekte hineinziehen kann.

Natürlich spüren die Wasserwesen, was die Menschheit mit diesem Planeten und dem Wasser veranstaltet, und einige Wassergeister sind nicht gut auf den Menschen zu sprechen, und doch versuchen sie ihrer Weise ihr Bestes, das Ökosystem wieder zu heilen und zu regenerieren.

Die Quelle als Tor zur Anderswelt

Alles Gute kommt von unten, aus der Erde.

In der keltisch-germanischen Tradition war es natürlich, dass man den Wasserwesen ein Geschenk machte, dass man ihnen etwas gab, bevor man von ihnen etwas nahm.

Als die Menschen die Kommunikation mit den Wasserwesen verloren und nicht mehr wussten, wie sie ihnen etwas zum Geschenk machen konnten, verlor sich diese Tradition in dem Ritual, eine Münze in einen Brunnen zu werfen. Doch was damit symbolisch zum Ausdruck gebracht wird, ist, dass man etwas als kleine Opfergabe an die Wasserwesen gibt, um dann im Gegenzug das Wasser aus der Quelle oder dem Brunnen trinken zu dürfen.

Bevor du an eine Quelle trittst, kann es wertvoll sein, wahrzunehmen, von welcher Wesenheit sie bewohnt ist, und ob es einen Wassergeist gibt, der sie beschützt und behütet. Diese Wasserwesenheit kann wenig damit anfangen, wenn du eine Münze ins Wasser wirfst, vielmehr würde sie sich über deine wertschätzende, anerkennende Liebe freuen. Was bei den Wasserwesen auch gut ankommt, ist, sich für die Unachtsamkeit der Menschheit aus vollem Herzen zu entschuldigen, und zu versichern, dass man seinen Teil dazu beitragen wird, den Wasserkreislauf und die Erde zu heilen. Wenn es dir gelingt, dies emotional und energetisch an die Wesen der Quelle zu vermitteln, dann öffnen sie für dich das Tor, damit du durch das Wasser der Quelle in die Anderswelt eintreten kannst.

Meditiere an einer Wasserquelle, und nimm wahr, wie viele Wesenheiten energetisch dort zugegen sind, und zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, der hiesigen Welt und der Unterwelt vermitteln. Reinige die kirchliche Doktrin aus deinem Geist, dass die Unterwelt schlecht sei, denn die Unterwelt ist die Wohnstatt der Erde und des ewigen Lebens.

Alles Gute kommt nicht nur von oben, sondern auch von unten, durch das Tor der Wasserquelle auf diese Erde geflossen.

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